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je ne regrette rien

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Texte

Blind
Blind wie die Gestalten vor denen du kniest
Die Hölle auf der Erde, der Himmel nach dem Tod
Auf das Angebot, kann ich verzichten. Lügengeschichten!
Gott ist das Gesetz, das du erkennst, das dir befehlt, was zu tun ist
Denk nicht, Gott denkt bereits für dich
Der Himmel hat einen hohen Preis, keine Fragen werden gestellt,
Zweifel existieren nicht, werde einfach blind,
denn Gott heilt dich ganz geschwind
Vorgeschriebene Prinzipien, die bestimmen, was man darf
Verbotene Gedanken, verbotene Gefühle,
beharren auf eine Welt, die eine Illusion ist

Hilflosigkeit
Auf der suche nach einer Chance zu überleben
Auf der Flucht vor Folter, Hunger und Krieg,
alles Geliebte verlassen, nur die Angst ist dein Begleiter
Tausende von Kilometern bis zur Grenze
Durch die Wüste, durch die Bergen, durch das Meer
Hilflosigkeit
So Viele sind auf dem Weg gestorben,
anonym, ohne dass jemand es mitkriegt
Sie sind die Toten ohne name, die Toten ohne Gesicht
Auf der Suche nach einer Chance zu überleben
Auf der Flucht vor Folter, Hunger und Krieg,
aus Not auszuwandern gezwungen
das Leben auf Spiel gesetz

Isolation
Keine Autonomie, keine Individualität
Ihr habt nur Angst, anders zu tun, anders zu denken, anders zu sein!
Dieser Einheitsbrei macht mich überhaupt nicht frei
Ihr musst mir nichts geben, ich brauche euch nicht zum Leben
was geht euch an, wen ich liebe, was geht euch an, was ich fühle.
Depression, Repression, Isolation … was ist die nächste Station?
Angst gegen das, was anders ist
Das unmoralische, perverse Objekt, das alles, alles verdreckt.
Ist das nicht ganz tief in dir versteckt?
Das, was ihr nicht wollt sehen, dort werde ich hingehen
Depression, Repression, Isolation … was ist die nächste Station?
Stereotypen bestimmen die Identität, beschränken die Freiheit der Sexualität
So viel Unverständnis schafft so viele Einsamkeit,
Ist das nicht eure/ unsere Krankheit?

Gedankenstau
Sitzenbleibend, eingezwängt,
Gesicht an Gesicht, aber doch nicht miteinander reden
Stumpf glotzen, lächeln, lache, lache
Nach Hause gehen und abschalten, wie die Automaten
So viele Wörter, dass man eine ganze Galaxie füllen könnte, in meinem Kopf
Aber ich bleibe stumm, warte darauf,
dass meine Haut zerreißt und die Wut an mir langsam runterläuft
kann nicht mehr atmen, kann nicht mehr atmen
fühle mich eingezwängt in einer Welt, die mich zerfrißt!

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